Flüchtlingsunterkünfte im Bonner Norden

Die Unterbringung von ca. 150 Geflüchteten pro Woche in Bonn hat seit Monaten die Verwaltung vor riesige Aufgaben gestellt. Die Willkommenskultur, die in Bonn von Beginn an hervorragend war, der unermüdliche Einsatz der Kirchen, der vielen Ehrenamtlichen, kann nicht lobend genug gewürdigt werden.
Als Interimslösung hat die Verwaltung die Turnhallen des Robert-Wetzlar-Berufskollegs und der Ludwig-Ehrhard-Berufskolleg belegt. Dies darf nur eine temporäre Lösung sein, schafft sie doch Spannungen, wie wir vor Ort erfahren konnten. Wohnungen, Kita- und OGSPlätze, aber auch Sporthallen – all das muss auch für die Bonnerinnen und Bonner weiterhin in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden.

Sie finden hier aktuelle Informationen zur Flüchtlingsunterbringung auf dem Internetportal der Stadt Bonn, den aktuellen Sachstandsbericht (07.04.)
Informationen zu  unserer Arbeit rund um das Thema Flüchtlinge bei der SPD-Ratsfraktion.

Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge lud die Stadtverwaltung Bonn für Mittwoch, 28. Oktober, in den Sportpark Nord ein. Eine weitere Veranstaltung zur Belegung der Turnhallen fand am 19.01. 2016 statt.

Bei weiteren Fragen und Anliegen bitte ich Sie, sich direkt an die Stadt Bonn zu wenden.

Amt für Soziales und Wohnen
Fachstelle Wohnen/Wohnungssicherung/Notunterkünfte
Berliner Platz 2 (Stadthaus)
53111 Bonn
Tel.: 0228 – 77 27 62
E-Mail: peter.tilgen@bonn.de

Ich bleibe mit der Stadt weiterhin im Gespräch. Gern können Sie mich auch kontaktieren.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auf dem Portal: www.integration-in-bonn.de .

Bei Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement bitte ich Sie, sich direkt an die Hotline zu wenden:

Unter der 0228 – 77 53 77 nimmt die Stabsstelle Integration die Anliegen entgegen. Zwischen 9 und 16 Uhr ist das Team erreichbar, andernfalls läuft ein Anrufbeantworter.

Wir fordern die Verwaltung auf, Sorge dafür zu tragen, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in Bonn weiterhin in menschenwürdigen Unterkünften erfolgt. Dabei ist auf die Unterbringung in Sporthallen zukünftig zu verzichten. Für bereits belegte Sporthallen sind Pläne zu erstellen und den Gremien vorzulegen, die zeitlich und bautechnisch den Aus- bzw. Umzug von Flüchtlingen aus Sporthallen in alternative Unterkünfte ebenso umfassen wie die Rückversetzung der Hallen in einen nutzbaren Zustand.

Wir fordern eine bessere Informationspolitik der Verwaltung und ein Gesamtkonzept für die Zukunft. Hier zeigt sich, dass das Sozialdezernat dringend wieder besetzt werden muss. Die Koalition hat die SPD-nahe Sozialdezernentin Ende 2015 in den Ruhestand entlassen – was für uns angesichts der derzeitigen Situation untragbar ist.

Wir werden derzeit Zeugen einer neuen Völkerwanderung. Rund 60 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Ein Blick in die Statistik der Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen UNHCR zeigt, dass die größte Gruppe der Flüchtenden – vier Millionen Menschen 2014 – aus Syrien stammt. Das zweite große Fluchtland ist Afghanistan. Beide Länder stellen rund 30 Prozent derjenigen, die hierzulande Asyl suchen.

Bonn ist deutsche UN-Stadt und wir können stolz darauf sein. Das verpflichtet uns ganz besonders, die Menschen, die vor Krieg, Tod und Verfolgung flüchten, willkommen zu heißen.

 

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