AIW besucht das Radioteleskop Effelsberg

Zur Sitzung des AIW im Juni 2018 besuchten wir das Max-Planck-Institut für Radioastronomie und erhielten eine Einladung für den Besuch des Radioteleskop Effelsberg.

Im September konnte der Besuch realisiert werden. Wir verfolgten begeistert dem Einführungsvortrag von Herrn Dr. X und Herrn Professor Dr. Krämer.

Danach begannen wir den 2stündigen Rundgang mit einem sensationellen Ausblick auf das Teleskop aus 20m Höhe. Ein unvergessliches Erlebnis.

 

Hier ein Auszug von den Eindrücken, siehe auch https://www.mpifr-bonn.mpg.de/425892/Einsichten_in_ein_Radioteleskop

Das 100-m-Radioteleskop bei Bad Münstereifel-Effelsberg in der Eifel ist mittlerweile über 30 Jahre alt. Wegen regelmäßiger Wartung und Pflege und nicht zuletzt aufgrund permanenter Modernisierungen sieht man ihm sein Alter nicht an.
Schon bei seiner Konzeption wurde eine revolutionäre und für andere Teleskope richtungsweisende Konstruktion der homologen Verformung entwickelt: Trotz seiner über 3000 Tonnen behält das Teleskop in jeder Schwenklage seine paraboloide Form bei, d.h es gibt immer einen definierten Brennpunkt, der maximal um 20cm nachgeführt werden muß.

Das Kontrollzentrum und die Büros der Mitarbeiter der Außenstation des MPIfR vom Teleskop aus gesehen. Von hier aus wird das Teleskop durch speziell ausgebildete Operateure rund um die Uhr gesteuert. Auf Knopfdruck richtet sich das Teleskop Winkelsekunden genau auf eine vorgegebene Position am Himmel aus und wird exakt gegen die Erdrotation nachgeführt. Hier laufen auch die Unmengen von Daten zusammen, die das Teleskop liefert. Anschließend werden diese Daten on-line von den beobachtenden Wissenschaftlern ausgewertet.

Die azimutale Drehachse des Teleskops liegt natürlich in der Mitte. Das Teleskop kann in jeder Richtung um 480° gedreht werden.

Unterirdisch befindet sich der sogenannte Königszapfen, die zentrale Lagerung des Teleskops. Hier laufen alle Kabelstränge zusammen, die von den Mess- und Regelanlagen in der Spitze des Teleskops dem Kontrollraum zugeführt werden. Unterhalb des Königszapfens sieht man die azimutalen Winkelencoder.

Maximal kann das Teleskop mit 32°/min in azimutaler Richtung fahren. Gewaltige Motoren und Getriebe beschleunigen das Teleskop, gestatten aber auch eine sanfte Nachführung. Die Antriebsräder bewegen sich auf einer Schiene, die tief im Untergrund befestigt ist, da sie das gesamte Gewicht des Teleskop aushalten muß.