Barrierefreie Ortsbegehungen

13.04.2015 Ludwig-Ehrhard-Berufskolleg Bonn

Mit dem Schuldirektor Herrn Kampmann haben wir – Mitglieder der SPD Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv – eine Begehung im Berufskolleg durchgeführt.

Vor allem benötigt die Schule einen neuen Aufzug, der auch die 4. Etage des Schulgebäudes erreicht und Rollstuhlfahrer somit Zugang zu allen Klassenräumen der Schule gewährt.

Die Anbringung von Drückern an den Außentüren, die Enge des jetzigen Aufzuges sowie die Beschaffung von provisorischen Metallrampen für die Tafelaufsätze in den Räumen waren weitere wichtige Themen, die wir mit der Verwaltung besprochen haben. Bis 2017 ist nichts geschehen. Wir fragen nach.

 

21.10.2015 an der Thuarstraße 42

Diese zweite Begehung fand bei strömendem Regen statt und war gemeinsam mit der Behindertengemeinschaft Bonn e.V. und der Arbeitsgemeinschaft “Selbst Aktiv” der Bonner SPD in der Mitte der Thuarstraße geplant, wo wir Bordsteine prüften, deren Höhe für viele ältere gehbehinderte AnwohnerInnen ein Hindernis darstellt. Auch ist diese Straßenüberquerung für Personen, die mit schwerem Gepäck von der Einrichtung „Die Tafel“ kommen, ohne Hilfe nicht zu meistern.

Der zweite Besuch galt den engen Gehwegen in der Dorotheenstraße. Die Einführung des neuen Parkplatzsystems in der Bonner Nordstadt werden wir zum Anlass nehmen, auch auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

Denn: Trotz des Behindertenpolitischen Teilhabeplans der Stadt Bonn ändert sich für die betroffenen Menschen im Bonner Norden leider nur sehr wenig. Der Grund ist wie überall die Finanzfrage. Wir wollen dies nicht länger hinnehmen!

 

 

 

19.03.2014 vom Chlodwigplatz bis zur Viktoriabrücke

Haben Sie sich schon mal vorgestellt, im Rolli unterwegs zu sein? Ein Paket von der Post abzuholen, zum Arzt zu gehen oder gefahrlos eine Straße zu überqueren?

Dies sollte eigentlich für behinderte Menschen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention kein Problem sein. Die Realität in unseren Städten sieht bedauerlicherweise anders aus. Trotz des Behindertenpolitischen Teilhabeplans der Stadt Bonn ändert sich für die betroffenen Menschen im Bonner Norden leider nur sehr wenig. Der Grund ist wie überall die Finanzfrage. Wir wollen dies nicht länger hinnehmen!

20140319_170124Gemeinsam mit Klaus Mehren, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft “Selbst Aktiv” in der Bonner SPD, Frau Camilla von Loesch, Vorsitzende der Selbsthilfe Körperbehinderter Bonn e. V., Peter Kox, dem Vorsitzenden des Sozialausschusses, Sabrina Lipprandt, Vorsitzende des SPD Ortsvereins Bonn-Nord, Nico Janicke, sicherheitspolitischer Experte des Ortsvereins, Axel Langen, SPD-Inklusionspolitiker, und Mitgliedern der vorab genannten Vereine haben wir eine barrierefreie Begehung vom Chlodwigplatz bis zur Viktoriabrücke durchgeführt.

Die Betroffenen selbst haben dabei erläutert, wo ihre Probleme liegen, um so als “Experten in eigener Sache” den politisch Verantwortlichen in Bonn aufzuzeigen, wo in Zukunft investiert werden muss.

Bei der Begehung fiel uns auf, dass viele Geschäfte keine behindertengerechten Eingänge haben. Oft behindern auf dem Fußgängerweg parkende Autos den Weg, und an vielen Stellen wären Kontrastmarkierungen wichtig, damit Sehbehinderte einen Gehweg vom Radweg unterscheiden können. Auch schwache Beleuchtung, Kopfsteinpflaster und teilweise kurze Ampelschaltungen für FußgängerInnen fielen uns auf. Schließlich wünschten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen den behindertengerechten Ausbau der Bahnhaltestellen in der Kölnstraße.

Die Fußgängerüberquerungen an der Viktoriabrücke stellen eine besondere Gefahrenzone dar. Die Verkehrsanbindung an der Viktoriabrücke wird neu umgestaltet, so dass die von uns dort festgestellten Mängel hoffentlich bald behoben sind.

Die ausführliche Auflistung finden Sie in der Auflistung_Barrierefreier Bonner Norden